Meine Fototechnik auf Island

Bevor ich nach Island reiste, spielte ich unzählige Male mögliche Ausrüstungsvarianten durch. Nicht dass ich zu viele Optionen gehabt hätte, aber die Kunst ist ja, möglichst wenig und doch alles nötige mitzunehmen. Bereits die Reise, genauer der Flug, setzt ja der Fotoausrüstung erste Grenzen.
Rückblickend darf ich sagen, ich hätte diese Aufgabe gut gemeistert. Weder fehlte mir etwas, noch schleppte ich etwas mit, das ich gar nicht gebraucht hätte. Und so sah meine Ausrüstungsliste aus:

  • Gehäuse Vollformat EOS 5D MkIII
  • Gehäuse APS-C EOS 7D MkII
  • Telezoom EF 100-400mm 4,5-5,6L IS II USM
  • Normalzoom EF24-105mm 4L IS USM
  • Weitwinkelzoom EF17-40mm 4L USM
  • Shift- Tilt Weitwinkel TS-E 24mm 3,5 L II
  • Konverter 1,4x
  • Stativ Gitzo GT3541LS
  • Kugelkopf ReallyRightStuff BH55
  • Grauverlaufsfilter
  • ND 3,0 Graufilter
  • Polfilter
  • Fotorucksack f-Stop Satori

Kopfzerbrechen hatte mir im Vorfeld das Tele bereitet. 500er oder 100-400mm hiess die zentrale Frage. Aus Gewichts- und Platzgründen habe ich mich gegen das 500er entschieden. Es wären ja nicht nur die gut 4kg des Superteles gewesen, ich hätte ja für Landschaften auch das 70-200mm gebraucht, das nochmal 1,7kg auf die Waage bringt. Das 100-400mm wiegt ziemlich genau gleich viel wie das 70-200mm und bietet nur unwesentlich weniger Brennweite als das 500er. Die Anfangsöffnung von 5,6 bei 400mm ist zwar nicht berauschend aber dafür ist es mit seinem ausgezeichneten Bildstabilisator auch freihändig, zum Beispiel beim Whalewatching gut zu gebrauchen. Ich bin froh, mich für das 100-400mm entschieden zu haben und kann es als Reise-Telezoom uneingeschränkt empfehlen.

100-400mm + 1,4x + Crop

100-400mm, auch mit dem 1,4x-Konverter noch zu brauchen

Kurz vor der Abreise versuchte ich noch meine ur-alten Cokin-Filter durch etwas Neues zu ersetzen. Hohe Preise, verschiedenste Systeme und schlechte Verfügbarkeit, selbst in Fachgeschäften, schreckten mich aber vor einem Spontankauf ab. Ich bin froh darüber, denn jetzt kann ich mich in Ruhe damit befassen und meine alten Filter haben recht gut gedient. Einzig bei Regen hatte ich so meine Probleme.

Ein Neutraldichtefilter der 10 Blendenstufen schluckt wäre nicht nötig gewesen, hat aber Spass gemacht.

Ein Neutraldichtefilter der 10 Blendenstufen schluckt wäre nicht nötig gewesen, hat aber Spass gemacht.

Ohne Grauverlaufsfilter wäre der Kontrast zwischen weissen Wolken und Vordergrund oft zu gross gewesen

Ohne Grauverlaufsfilter wäre der Kontrast zwischen weissen Wolken und Vordergrund oft zu gross gewesen

Ist das Display einmal richtig nass, ist es schwierig zu erkennen, ob auch auf der Aufnahme Tropfen sind!

Ist das Display einmal richtig nass, ist es schwierig zu erkennen, ob auch auf der Aufnahme Tropfen sind!

Das TS-E 24mm wäre ja eigentlich nicht nötig gewesen, da diese Brennweite durch das 17-40mm abgedeckt war. Es ist aber dermassen scharf, erweitert die Möglichkeiten und macht einfach so viel Spass, dass es mit musste.

Das Shift- Tilt 24mm ermöglicht beinahe jedes Seitenverhältnis mit optimaler Auflösung

Das Shift- Tilt 24mm ermöglicht beinahe jedes Seitenverhältnis mit optimaler Auflösung

Von Canon wurde noch während meiner Ferienvorbereitungen das geniale 11-24mm verfügbar, wenig vorher kam schon das hochgelobte 4/16-35mm IS auf den Markt und von Samyang rsp. Rokinon gibt es schon länger ein erstaunlich günstiges und verblüffend scharfes 14mm. Da ich sehr gerne ganz kurze Brennweiten habe kam ich in Versuchung, mein 17-40mm in Frage zu stellen. Zum Glück entschied ich mich, wie bei den Filtern, für den Status Quo. Statt viel Geld auszugeben, setzte ich das Objektiv, das ich gut kenne, einfach so ein, dass seine Schwächen nicht zum Tragen kommen. Und ich bereue es nicht.

17-40mm immer noch gut

Das 17-40mm ist immer noch gut